Verein


Karate in Großauheim

Im Januar 1985 legte Norbert Sonnek, damals 1.Dan Shotokan, den Grundstein der Karateabteilung Großauheim und ist bis heute Dojoleiter. Als ehemaliger Schüler von Hilmar Fuchs, heute 8. Dan, startete er das Training in Großauheim mit 9 Mitgliedern. Heute ist die Abteilung fast 100 Mitglieder stark.

Das Training fand damals in der vereinseigenen Rochushalle, sowie bald auch in der Turnhalle der Eichendorff Grundschule statt. Aufgrund der rasch steigenden Mitgliederzahlen erhielt Norbert bald Unterstützung seiner Weggefährten Werner Faller, 1. Dan, und Gerald Teuchert, 1. Kyu., die von da an aktiv als Trainer an seiner Seite waren. Zu dieser Zeit wurde auch das Kindertraining ins Leben gerufen, welches ebenfalls bis heute angeboten wird.

In den 90er Jahren fanden dann auch erste bauliche Veränderungen statt. So wurde mit dem Errichten des Dojos eine der ersten Trainingsstätten nach japanischem Vorbild der Region realisiert. Der Innenausbau und die Gestaltung wurden größtenteils von den Karatekas selbst durchgeführt. Wandmalereien mit Motiven aus der asiatischen Kultur, eine große Spiegelwand, aber auch Makiwara zum Abhärten prägen bis heute das Bild der eigenen Trainingsstätte. Somit konnte ab dieser Zeit das Training auch dort stattfinden und einen authentischen Eindruck der japanischen Kampfkunst vermitteln.

In den folgenden Jahren wurde das eifrige Training der Großauheimer Karatekas mit zahlreichen Erfolgen gekrönt. So gelang es mehreren Mitgliedern aus eigener Reihe den Meistergrad „Dan“ in Prüfungen zu bestehen. Heute zählt die Abteilung aktuell mehr als 10 Meister, von denen auch 4 weibliche Dan-Trägerinnen sind.

Die 90er Jahre zählten auch zu den Erfolgsjahren auf Turnierebene. Gleich mehrere Karatekas konnten namhafte Titel erzielen. Hervorzuheben sind hier Siege und weitere Platzierungen auf den vorderen Rängen bei den hessischen Meisterschaften, überregionalen Turnieren aber auch Platzierungen bei der Deutschen Meisterschaft und internationalen Turnieren. 

Ebenfalls im Jahr 2001 unternahm Trainer Norbert Sonnek eine Reise nach Japan zu den Wurzeln des Karate. Die Fahrt wurde von Hanshi Fritz Nöpel, 10. Dan, geleitet und ermöglichte den mitreisenden Karatekas ein Kennenlernen der Kultur vor Ort, sowie eine intensive Begegnung mit den japanischen Kampfkünsten. Auch Trainingseinheiten standen im Mittelpunkt der Reise.

Doch auch abseits des regulären Trainings entwickelte sich eine rege Vereinskultur. Im Zuge von Partnerschaftsbegegnung mit Partnerstädten Großauheims fanden mit den „Euro-Spielen“ erstmals auch internationale sportliche Austausche statt, die nicht Karate basiert waren. Bei den sportlichen Wettkämpfen standen in den einzelnen Disziplinen vor allem der Spaß, sowie das kulturelle Kennenlernen im Vordergrund. Die ersten Spiele fanden in Conflans-Sainte-Honorine in Frankreich statt, welche die entsandten Karatekas als Sieger verließen. Folglich richteten sie im kommenden Jahr die Spiele in Großauheim aus. Im darauffolgenden Jahr wurde die Veranstaltung im belgischen Chimay ausgetragen.

Innerhalb der Abteilung trugen abseits des regulären Trainings zahlreiche Veranstaltungen zur Geselligkeit bei und werden bis heute gepflegt. Zu den bereits durchgeführten Aktivitäten zählen Aufenthalte im Schullandheim Bernau im Schwarzwald, sowie im Schullandheim Ronneburg, Wanderungen im näheren Umfeld, eine gemeinsame Skifahrt, eine Höhlenbesichtigung in Steinau, gemeinsame Schlittschuhfahrten, Sommergrillfeste, Weihnachtsfeiern, aber auch sportliche Veranstaltungen wie z.B. Trainingslager für Erwachsene und Kinder und Vereinsturniere.

Auf sportlicher Ebene stellt sich die Abteilung als stets aktive Einheit dar und veranstaltet regelmäßig 1-2 Lehrgänge pro Jahr für die eigenen Mitglieder, aber auch bundesweit anreisende befreundete Karatekas. Zu den Trainern, die wir bereits in den vergangenen Jahren begrüßen durften, zählen unter anderem:

Lothar J. Ratschke

Fritz Oblinger

Albrecht Pflüger

Fritz Nöpel

Ralf Brachmann

Wolf-Dieter Wichmann

Jürgen Kestner

Werner Dietrich

und Martin Nienhaus.

Im regulären Trainingsbetrieb wurden neben regelmäßigen Selbstverteidigungs- und Anfängerkursen auch eine Trainingseinheit unter Anleitung von Physiotherapeut Thomas Trieschnigg durchgeführt. Hier zeigte der Fachmann spezielle Übungen zur Kräftigung und Dehnung, welche für das Karate relevant sind.

2015 feierte die Karateabteilung Großauheim ihr 30-jähriges Bestehen und wurde hierfür von HFK Präsidenten Reinhard Schmidt-Eckhardt geehrt. Gründer und Dojoleiter Norbert Sonnek geht nun fast 50 Jahre den Weg des Karate und wurde für seine Tätigkeit ebenfalls vom Verband geehrt.

Die Abteilung kann zahlreiche lizensierte Übungsleiter vorweisen und mit Norbert Sonnek, 4.Dan, und Walter Lauer, 5.Dan, auch zwei lizensierte Prüfer stellen.

Die Großauheimer Karatekas betrachten Karate als Kampfkunst und nicht als Kampfsport! Sie legen Wert auf die Inhalte des traditionellen Shotokan Karate und beziehen auch die asiatische Lebensweise, Traditionen und Philosophie in ihr Training mit ein.